Auszeichnungsverfahren

Der Ablauf der Auszeichnung besteht aus vier verschiedenen Phasen. Für dem gesamten Ablauf wurde ein umfangreicher Fragenkatalog entwickelt, der gemeinsam mit einer Hochschule mit Bewertungsparametern versehen wurde. Der Fragekatalog stellt sicher, dass Bildungskooperationen nach gleichen und objektiven Maßstäben bewertet werden können.

Die Ausbildungskooperation (Netzwerk) wendet sich an den Zertifizierungspartner oder wird von einem Zertifizierungspartner angesprochen. Das Ziel der Zertifizierung ist die nachhaltige Stärkung von Kooperationen im Bildungsbereich, die Sichtbarmachung guter Arbeit in der Öffentlichkeit und die langfristige Verbesserung der Qualität von Bildungsdienstleistungen.

Phase 1

Fragebogen

Phase 2

Dialogisches Assessment

Phase 3

Auswertung

Phase 4

Workshop

Phase 1: Verschiedene Teilnehmer aus dem Netzwerk füllen zunächst Fragebögen aus. Diese Fragebögen richten sich an die Leitung einer Kooperation oder Initiative und an Teilnehmer bzw. Mitglieder des Netzwerks und werden aus dem gesamten Fragenkatalog generiert. Der Fragenkatalog sammelt Informationen sowohl zur organisatorischen Verfasstheit des Netzwerkes, als auch zur Qualität des Angebots. Am Ende des Beratungsprozesses ergibt sich daraus ein Gesamtbild, dass die Beschaffenheit der vielen einzelnen Prozesse darstellt und Verbesserungsansätze sichtbar macht. Die Fragen umfassen 5 Themenkomplexe, u.a. die Bereiche Kompetenz zur Kooperation, Netzwerkstruktur und Nachhaltigkeit.

Phase2: Ein Auditoren-Team wird die Bildungskooperation besuchen und mit Vertretern des Netzwerks (Leitung, Geschäftsführung, Vorstand etc.) sprechen. In diesem dialogischen Assessment werden Rückfragen zum Fragebogen und vertiefende Fragen behandelt. Anschließend trifft sich das Auditoren-Team mit Netzwerkpartnern und Netzwerknutzern im engeren Sinn. Auch hier werden entsprechende Fragen diskutiert, um ein möglichst umfassendes Bild des Netzwerks, seiner Ziele und Methoden zu erhalten.

Das dialogische Assessment umfasst insgesamt ca. 1,5 Tage und ist in der Regel folgendermaßen aufgebaut:

Dialogisches Assessment

Tag 1 (vor Ort)

Tag 2 (vor Ort)

vormittags/mittags

Anreise / Einstiegsgespräch/ Ice-Breaker

Interviews mit Netzwerkpartnern/ -nutzer

mittags /nachmittags

Interviews mit Netzwerkkoordination / -partnern

Feedback / Gespräch / Abreise

Abends

Feedback

todos für die Präsentation (Phase 4)

Terminvereinbarung

Phase 3: Auswertung von Interviewbogen und dialogischem Assessment. Daraus entwickeln wir ein erstes Bild der Netzwerke, wie es aus den Gesprächen ersichtlich wurde. Dieses Bild wird in eine erste grobe Handlungsempfehlung integriert, die wiederum die Grundlage für einen gemeinsamen Workshop in Phase 4 ist.

Phase 4: Im abschließenden Schritt wird ein Präsentationsworkshop durchgeführt. Hier hat das Netzwerk noch einmal die Gelegenheit seine Roadmap vorzustellen. Auf Grundlage der Handlungsempfehlungen aus Phase 3 kann das Netzwerk vorgesehene Maßnahmen in den kommenden 12 -24 Monaten vorstellen. Diese werden gemeinsam betrachtet und so insgesamt die positive Weiterentwicklung der Bildungskooperation in den Blick genommen. Im Rahmen dieses Workshops wird auch das Siegel verliehen, wenn die entsprechenden Kriterien erfüllt sind.

Workshop

Tag 3 (in Ostwestfalen)

2-3 Std

Präsentation / Diskussion / Feedback

 

Abschluss

Themen der Zertifizierung

Der Fragenkatalog und das 2-tägige dialogische Assessment beziehen sich auf:

Das Gesamtergebnis wird in Punkten ausgedrückt. Die Zertifizierung erfolgt, wenn mindestens 60 % der möglichen Punkte erreicht werden und gleichzeitig keine Kategorie unter 25 % der dort möglichen Punktzahl abgeschlossen wird.

Gültigkeit des Gütesiegels

Das Gütesiegel wird bei erfolgreicher Erstzertifizierung für 3 Jahre vergeben. Dann gibt es die Möglichkeit einer Re-Zertifizierung.